Pharmakologische Therapie

Das Ziel ist eine langfristige Anfallsfreiheit. Dies ist mittlerweile bei bis zu 80 % der Patienten (je nach Epilepsieform) möglich. Je früher die Therapie mit Antiepileptika beginnt, desto eher greift sie.

 

Jedoch kann nicht jedes Antiepileptikum für jede Anfallsform verwendet werden. Einige sprechen nur auf fokale, manche nur auf generalisierte an, manche auf beides. Da jeder Körper individuell ist, kann es sein, dass ein Medikament trotzdem nicht oder kaum anspricht. So muss ein neuer Versuch gestartet werden: entweder ein weiteres Antiepileptikum zur gleichzeitigen Einnahme oder eines zur nächsten Monotherapie. Ein Versuch ist es für beide Seiten: für den Betroffenen und für den Arzt. KEIN Arzt kann im Voraus sagen, DAS Medikament hilft garantiert.

 

Viele Leute wissen nicht, dass es nicht nur ein oder zwei Medikamente gegen epileptische Anfälle - Antiepileptika - gibt, sondern viele. [Mehr] (noch in Arbeit)

 

Geht es auch ohne?

 

Meistens nicht. Der Grund liegt daran, dass die Funktionsbeeinträchtigung oft keinen behandelbaren Auslöser hat. Sind Auslöser bekannt und können sie vermieden werden, kann es durchaus sein, dass keine Medikation erforderlich ist. Hierbei handelt sich um symptomatische Epilepsien. Deren Ursachen können Verletzungen, Narben und Tumore im Gehirn sein. Auch Krankheiten wie Gehirnhautentzündung (Menengitis),  Gefäßveränderungen (Angiopathie) oder Fehlbildungen des Gehirns können epileptische Anfälle auslösen. Ebenso können epileptische Anfälle nur eines von mehreren Symptomen einer Krankheit sein. Sind die Ursachen nicht zu beheben, bleibt die Symptombehandlung.